|
|
News - 2008
|
| |
|
|
 |
Den MM-Award in der Kategorie Greifertechnik nahmen stellvertretend für das Team Herr Andreas Hoch (Leiter Vorentwicklung Schunk), Herr Dr. Karsten Weiß (IPR Karlsruhe) und Herr Dirk Osswald (Entwicklung Schunk) (v. r.) entgegen.
|
|
 |
23.06.2008 -
Die Dreifingergreifhand SCHUNK Dextrous Hand SDH-2 ist in der vergangenen Woche auf der Automatica in München als innovativstes Produkt in der Kategorie Greifertechnik mit dem Innovationspreis MM-Award ausgezeichnet worden. Bewertet wurden technische Innovation, Wirtschaftlichkeit und Design. Die elektromotorisch angetriebene, modular aufgebaute Greifhand verfügt über sieben unabhängige Freiheitsgrade. Sie kann ohne Umrüstzeiten unterschiedlichste Objekte greifen und positionieren. Ein taktiles Sensorsystem überwacht sensibel und sicher den optimalen Griff und liefert der Steuerung Informationen, um gegebenenfalls Greifkorrekturen zu veranlassen. So können selbst schwierigste Geometrien zuverlässig gehandhabt werden. Für den industriellen Einsatz ist die Hand gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Zugleich bietet Sie ein hohes Maß an Sicherheit für die Interaktion mit Mensch und Maschine. Mit ihrer 24 Volt DC-Energieversorgung eignet sie sich ideal für den mobilen Einsatz in der Industrie- und Servicerobotik.
|
 |
Die innovative SDH-2 von SCHUNK ermöglicht unzählige Greifvarianten. Sie verfügt über drei identische Finger, wovon sich zwei sogar drehen lassen. Taktile Sensoren sorgen zusätzlich für einen feinfühligen und zugleich sicheren Griff.
|
|
 |
Variantenreiches Greifen
Die Konzeptstudie SDH-2 von SCHUNK verfügt über drei identische, zweigliedrige Finger. Zwei der Finger lassen sich an ihrer Wurzel bewegungsgekoppelt um 90 Grad in entgegengesetzte Richtung drehen. Die SDH-2 beherrscht damit unter anderem die industriellen Griffarten "Dreifinger zentrisch", "Zweifinger parallel" und "Zylindergriff" sowie viele weitere Variationen. Die Gelenkmodule können Drehmomente von bis zu 2,1 Newtonmeter für das proximale bzw. 1,4 Newtonmeter für das distale Gelenkmodul erzeugen, was nahezu den Werten der menschlichen Hand entspricht.
Objekterkennung über Sensoren
Sechs taktile Sensorfelder erfassen ortsaufgelöst die entstehenden Kontaktkräfte an den Griffflächen. Die Hand kann auf diese Weise unterschiedlichste Objekte identifizieren und auch ähnliche Teile einer Teilefamilie sicher und feinfühlig greifen. Beim reaktiven Greifen erkennt die Hand mit Hilfe der Sensoren, ob ein Objekt optimal gehalten wird oder ob der Griff korrigiert werden muss. Zudem ist sie in der Lage, unterschiedlichste Objekte zu positionieren und beispielsweise anschließend zu fügen.
Die Intelligenz der SDH-2 steckt in der „Handwurzel“: Die für die jeweiligen Greifszenarien erforderliche Steuerungsstrategie kann als dezentrales Programmmodul in den Speicher der Handelektronik geladen werden. So wird die 3-Finger-Hand zu einer flexibel einsetzbaren Robotik-Komponente.
|
 |
Erstmals zu sehen war die SDH-2 auf der Automatica in München. Die innovative Konzeptstudie Care-O-bot III vom Fraunhofer IPA zeigte, wozu mobile Serviceroboter mit mechatronischen Komponenten von SCHUNK in der Lage sind.
|
|
 |
Sicherheit für Menschen und Prozesse
Die SDH-2 Entwicklung zielte auch auf den Einsatz in rauer Umgebung ab und ist für das industrielle Umfeld geeignet. Fügestellen und Gelenke sind statisch bzw. dynamisch gedichtet und so gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt. Die Greifhand bietet zudem ein hohes Maß an Sicherheit. Sie hat weder Ecken noch scharfe Kanten. Spezielle Drehdurchführungen innerhalb der gedichteten Finger schützen die gesamte Verkabelung. Greifgeschwindigkeit und Greifkraft lassen sich aufgaben- und prozessspezifisch so programmieren, dass vom Greifen keine Gefahren ausgehen. Stößt ein Finger dennoch an ein Hindernis, so erkennen die Antriebe in der Hand innerhalb von Millisekunden eine dadurch steigende Leistungsaufnahme und die Hand reagiert entsprechend.
Mobil und modular
Um den Anforderungen des stark wachsenden Marktes mobiler Industrie- und Servicerobotik zu entsprechen, ist die Energieversorgung der SDH-2 auf 24 Volt DC ausgelegt. Die modularen Finger lassen sich per Baukasten vielfältig kombinieren. Zudem ergeben sich Kostenvorteile, weil verschiedene Robotertypen und Greifaufgaben mit den gleichen Komponenten abgedeckt werden können.
|
|
| |
|
| |
|
|