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News - 2012
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Perfekte Alternative zur Pneumatik: Der Kleinteilegreifer EGP
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Intelligenz eingebaut: Der WSG 50 von SCHUNK
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25.04.2012 -
Mechatronische Greifmodule bieten Anwendern und Konstrukteuren eine Vielfalt von Möglichkeiten. Der Kompetenzführer für Spanntechnik und Greifsysteme SCHUNK geht nun einen Schritt weiter: Als erster Hersteller überhaupt bündelt das innovative Familienunternehmen eine Vielzahl mechatronischer Module in einem einzigen Modulprogramm. Das Spektrum reicht vom einfachen Greifer als Pneumatik-Alternative über Greifer mit integrierter Intelligenz bis hin zu adaptierbaren, mechanischen Greifern, die sich mit unterschiedlichsten Motoren und Funktionalitäten ausstatten lassen.
Elektrisch angetriebener Greifer als Pneumatikalternative
Dass mechatronische Module keineswegs kompliziert sein müssen, zeigt der elektrisch angetriebene Kleinteilegreifer EGP. Er konzentriert sich bezüglich der Mechatronik aufs Wesentliche und ist dadurch besonders bedienerfreundlich. So lässt er sich beispielsweise über einen Sensorverteiler sehr einfach direkt digital ansteuern. Ein Umstieg von pneumatischen auf elektrische Greifmodule ist mit ihm im Handumdrehen möglich. Dabei zahlt sich zusätzlich aus, dass die Sensorik des bewährten pneumatischen Kleinteilegreifers MPG-plus in vielen Fällen auf den EGP übertragen werden kann, da der Mechatronikgreifer geometrisch identische Anschlussschnittstellen bietet.
Verglichen mit am Markt erhältlichen, elektrisch angetriebenen Kleinteilegreifern punktet der Greifer mit hohem Tempo bei gleichzeitig hoher Greifkraft. Seine leistungsfähige Kreuzrollenführung gewährleistet einen hohen Wirkungsgrad und macht ihn zu einem dynamischen und leistungsfähigen Experten für anspruchsvolle Pick & Place Anwendungen. Da das Gehäuse aus einem speziellen Hochleistungsaluminium besteht und überschüssiges Material eingespart wurde, profitieren zudem die Dynamik und die Energieeffizienz der übergeordneten Anlage.
Intelligente Greifer verkürzen Prozesse
Die zweite Säule des Mechatronikprogramms von SCHUNK bilden intelligente Greifer. Mit ihnen lassen sich Fertigungs-, Montage- und Handhabungsprozesse verkürzen und zum Teil sogar vollkommen neuartige Lösungsstrategien umsetzen. Dass dies auch ohne umfassendes elektronisches und steuerungstechnisches Fachwissen möglich ist, zeigt der WSG 50. Bei diesem 2-Finger-Parallelgreifer ist die einfache Inbetriebnahme bereits eingebaut. So verfügt er neben Profibus DP, CAN und RS232 auch über eine Ethernet TCP/IP Schnittstelle, über die er dank des integrierten Webservers mithilfe eines gewöhnlichen Webbrowser schnell und einfach in Betrieb genommen werden kann. Dazu ist keine zusätzliche Software nötig. In die Grundbacken des Greifers ist eine elektrische Sensorschnittstelle integriert, über die unterschiedlichste Sensoren in den Greifprozess eingebunden werden können.
Der Clou des Greifers ist eine integrierte Greifteildetektion. In Verbindung mit der hohen Positioniergenauigkeit des Greifers ermöglicht sie, dass der WSG 50 einen Greifbefehl taktzeitoptimiert ausführen kann. Die übergeordnete Prozesssteuerung wird deutlich entlastet, weil der Greifer selbst über eine Intelligenz verfügt, mit der er Teilaufgaben eigenständig lösen kann. Abhängig von der jeweiligen Anwendung lässt sich der Funktionsumfang des WSG 50 darüber hinaus mithilfe der eingebauten, leicht zu erlernenden Skriptsprache individuell anpassen. Auf diese Weise bekommen Anwender auch knifflige Aufgaben zuverlässig und vergleichsweise einfach in den Griff. Sind die Skripte erstellt, werden sie einfach auf der eingebauten SD-Karte abgelegt. Mit ihr lassen sich die Informationen einfach archivieren oder 1:1 auf andere WSG Module übertragen.
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Große Hübe mit beliebigen Positionen: Der EGA kann im Wechsel unterschiedlichste Teile bis 20 kg handhaben.
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Adaptierbare Greifmodule
Die dritte Säule schließlich bilden mechatronische Greifsysteme mit adaptierbaren, elektrischen Antrieben. Je nach Handhabungssystem und gewünschter Funktionalität können diese Module mit unterschiedlichsten Servomotoren ausgestattet werden. So ist es möglich, den Greifer mit dem gleichen Befehlssatz wie beispielsweise den übergeordneten Roboter anzusteuern. Flexibel und einfach kann jede Greifposition geändert werden, ohne dass es Probleme mit inkompatiblen Steuerungssignalen gibt. Zudem lassen sich die Eigenschaften der Anlagensteuerung hinsichtlich Programmierung, Safety oder Feldbussen direkt nutzten. Jüngstes Beispiel für eine solchen adaptierbaren Greifer ist der robuste Großhubgreifer EGA. Als Antrieb können bei ihm alle gängigen Industrie-Servomotoren eingesetzt werden, insbesondere auch Servomotoren im Spannungsbereich ab 230 V AC. Je nach Verwendung kann der Motor entweder parallel oder rechtwinklig zur Bewegungsrichtung angeflanscht werden. Die parallele Anordnung bietet sich insbesondere bei Roboterapplikationen an, bei denen die Höhe des Greifers minimiert werden soll. Der rechtwinklige Anbau ist beispielsweise bei Portalanwendungen ideal, bei denen die Breite des Greifers minimiert werden soll. Der EGA baut extrem flach und kompakt und weist nur geringe Störkonturen auf. Mit seiner Wälzführung ist er dauerhaft präzise und hat eine lange Lebensdauer. Zudem kommt das gewichtsoptimierte Design des Greifers der Dynamik und der Energieeffizienz der Anlage zugute.
Nach Ansicht von Matthias Poguntke, Bereichsleiter Produkt- und Portfoliomanagement bei SCHUNK, werden in Zukunft sowohl pneumatische als auch elektrische Antriebe Ihre Berechtigung haben. "Mechatronische Module sind besonders flexibel und trotz teilweise höherer Anfangsinvestition wirtschaftlich sehr attraktiv", erläutert Poguntke. "Für Pneumatikgreifer wiederum sprechen der attraktive Preis, die Robustheit sowie die einfache Inbetriebnahme und Wartung." Er empfiehlt daher, nach Einsatzzweck, Umfeld und individuellen Anforderungen abzuwägen, welche Antriebsart den größeren wirtschaftlichen Nutzen bringt.
Besuchen Sie SCHUNK vom 22. bis 25. Mai 2012
auf der Automatica in München: Halle A2, Stand 103
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