|
Insider vergleichen den Stand in der Robotik heute mit den 70er Jahren, als noch niemand so recht wusste, wozu ein Computer dienen kann. Seit Konrad Zuse im Jahr 1941 seinen Z3 gebaut hatte, waren dreißig Jahre vergangen. Der wirkliche Entwicklungsschritt stand aber erst noch bevor. Bevor der Computer selbst seinen Siegeszug starten konnte, galt es, die einzelnen Bestandteile zu optimieren, das Zusammenspiel über Standards zu verbessern und vor allem Bauteile zu entwickeln, die bezahlbar waren. Die Parallelen zur Service-Robotik sind unverkennbar. Mangels gemeinsamer Standards fingen viele Entwickler immer wieder bei Null an und entwickelten ihre eigene Robotikwelt, die mit anderen Lösungen nicht kompatibel ist. Komponenten waren zu teuer, Techniken noch nicht weit genug entwickelt.
Da Service-Robotiklösungen in der Regel mobil eingesetzt werden, müssen Roboterkomponenten leicht, Platz sparend und genügsam im Energieverbrauch sein. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass sich die Entwicklung in diesem Bereich deutlich beschleunigt. Gründe hierfür sind die bessere Verfügbarkeit von erschwinglicher Servotechnologie, die stetige Verbesserung von Batterien für den mobilen Einsatz, die sinkenden Kosten für Rechenleistung und Sensoren sowie die Weiterentwicklung von leistungsfähigen mechatronischen Dreh- und Greifmodulen.
Als einer der Marktführer im Bereich der Greiftechnik hat die SCHUNK GmbH & Co. KG aus Lauffen am Neckar frühzeitig Kompetenzen in diesem Bereich aufgebaut und weiterentwickelt. Die Greiftechnik- und Robotikspezialisten von SCHUNK nutzen einen praxiserprobten und stetig weiterentwickelten Baukasten mechatronischer Module, der von der servoelektrischen Schwenkeinheit über den kompletten Leichtbauarm bis hin zum Greifer oder zur anthropomorphen Hand reicht.
|
Eine Studie von SCHUNK in Zusammenarbeit mit der Universität Linz zeigt, dass mit mechatronischen Modulen menschenähnliche Roboter konstruiert werden können, die laufen und sogar Treppen steigen.
|